Spannender Krimi

14. Spieltag
Samstag, 5. Februar 2011

SG Kollmar/Neuendorf

TS Schenefeld

32:32 (16:18)

 

Spannender Krimi


Am 14. Spieltag ging es für die Schenefelder Herren nach Kollmar zur dortigen SG Kollmar/Neuendorf. Dieser ist nicht nur der letztjährige Kreisoberligist, sondern auch unser punktgleicher Tabellennachbar und hauptsächlicher Aufstiegs-konkurrent. Konnten wir am ersten Spieltag der Saison noch klar siegen (27:21), so sollte es im Rückspiel zum so wichtigen, umkämpften und tatsächlich auch spannendem Krimi kommen.

 

Trotz ein paar Abwesenheiten war unsere Bank gut besetzt. Doch nicht nur dort: Auch auf dem Spielfeld waren wir präsent. Gleich zu Beginn netzte Matthias „Boris“ Liskow ein. In den nächsten Minuten merkte man den Mannschaften an, dass es um viel ging. Es wurde hart gekämpft und ein bisschen Nervosität hemmte den Spielfluss ebenso. Wir konnten diese Phase jedoch früher hinter uns lassen. Zunächst traf Horst „Hotte“ Götsche, anschließend Martin Kwiatkowski dreifach und anschließend wieder Horst, so dass es nach 8 Minuten schon 3:7 für uns stand. Hier passte sehr viel. Nach jedem Ballgewinn ging es sofort nach vorne und das Wort Fehlwurf lernten wir erst in den nächsten Minuten kennen. Diese kurze Phase, in der im Abschluss nicht viel klappte, nutzte Kollmar, um sich auf 8:9 heranzukämpfen (14.).

Einige Umstellungen im Rückraum verhießen jedoch Besserung. Pierre Kuckluck, Christian Eckhardt und Kai Flögel – der sein erstes Herrenspiel bestritt – machten viel Druck und kamen immer wieder zum Torerfolg. Georg Siebentritt im Tor vereitelte zudem eigentlich 100 %ige Torchancen der Gastgeber. Bis zur 25. Minute konnten wir uns so erneut bis auf 12:17 absetzen. Doch erneut gelang es uns nicht, dieses Niveau zu halten, und wieder konnte Kollmar bis auf ein Tor herankommen. Henning Friedrich konnte sich kurz vor Ende der ersten Hälfte jedoch noch einmal durchsetzen und einen Treffer erzielen. Mit einer 16:18-Führung ging es so in die Kabine.

 

Dort ging es ähnlich zu wie vor dem Spiel. Wir waren konzentriert. Wir erinnerten uns an unsere besseren, aber auch an die schlechteren Phasen der ersten 30 Minuten und analysierten sie kurz. Viel würde über den Willen gehen. Jedem war klar, dass er Gas geben musste, Vollgas!

 

Zur Überraschung Kollmars starteten wir nicht mit dem erfolgreichen Rückraum, der uns Mitte der ersten Halbzeit klar in Führung brachte. Diese Verwunderung konnten die Spieler auch sogleich nutzen. Matthias Liskow warf – wie schon zu Spielbeginn – gleich ein und auch Sebastian „Seba“ Bohn und Horst Göttsche waren jeweils mehrfach treffsicher. Ehe sich die Heimmannschaft versah, waren wir bis auf 17:24 davon gezogen. Unser Tor war vernagelt und im Angriff zeigten wir gute Kombinationen. Schon in der 39. Minute sah sich der Gegner gezwungen das Team-Time Out zu benutzen. Diese eine Minute brachte uns aus dem Lauf und Kollmar zurück in die Spur. Sie konnten nun schnell vier Tore hintereinander erzielen und den Abstand auf 21:24 (43.) verkürzen. Die Spannung in der Halle stieg an. Zunächst marschierten wir noch im Gleischschritt weiter, in doppelter Unterzahl mussten wir in der 52. Minute jedoch den Anschlusstreffer zum 28:29 hinnehmen. Hier schien das Spiel nun endgültig zu kippen. Florian Wilschewski, am Kreis freigespielt, blieb jedoch cool und hob über den herausspringenden Torwart zum 28:30 ein. Kollmar konterte jedoch postwendend. Eine kurze  spannende Zeit später:  90 Sekunden vor Ende und 31:32 in Front. In diesem Angriff hatten wir die Chance, alles klar  zu machen. Leider trafen wir nur den Pforsten und die letzte Spielminute bot dem Gegner noch die Chance zum Ausgleich. Schnell war klar, dass sie nicht mehr auf Sieg anpeilten, sondern nur noch versuchten die Minute auszuspielen, um den letzten Abschluss zu haben. Sekunden vor Ende gelang es zwar Pierre Kuckluck, den Ball herauszuspielen, doch reagierte ein „gelbes Trikot“ am schnellsten und so kam es nicht einmal 3 Sekunden vor Ende doch noch zum 32:32-Unentschieden.

 

Wie schon gegen den TSV Krempeheide gab es das Remis quasi mit der Schlusssirene. Kein Wunder, dass Kollmar diese Punkteteilung wie ein Sieg und wir eher wie eine Niederlage sahen.Nichtdestotrotz ist die Akte Aufstieg noch nicht geschlossen. Zwar müssen wir vorraussichtlich nun jedes Spiel gewinnen, doch mit so einer Leistung wie an diesem Wochenende kann dies möglich sein. Es war ein tolles Handballspiel und eine tolle Mannschaftsleistung, in der jeder Spieler sich erfolgreich beweisen konnte.

 

Spielfilm: 3:7 (8.), 8:9 (14.), 11:14 (20.), 13:17 (25.), 16:18 (Hz.), 17:21 (34.), 17:24 (40.), 19:24 (44.), 24:26 (48.), 28:29 (52.), 30:31 (58.), 32:32 (Endstand).

 

Es spielten:
Jan Kolle und Georg Siebentritt (Tor); Henning Friedrich (1), Sebastian Bohn (3), Matthias Liskow  (3), Kai Flögel (3), Horst Göttsche (6), Florian Wilschewski (2/1), Martin Kwiatkowski (6), Pierre Kuckluck (5), Alexander Kuckluck (2), Christian Eckhardt (2).

 

Coach: Klaus Schäfer, Eicke Salchow

 

Zeitstafen:
SG Kollmar/Neuendorf: 5
TS Schenefeld: 4 (A. Kuckluck, Eckhardt, 2 x M. Liskow)

 

Siebenmeter:
SG Kollmar/Neuendorf: 3/5
TS Schenefeld: 1/4

 

Autor: Seba Bohn

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