15-11-21 wJA

8. Spieltag
Samstag, 21. November 2015
TuS Lübeck weibl. Jugend A 22:23 (11:10)

Auswärtssieg in Lübeck     

Ein knapper, aber verdienter Sieg gegen den TuS aus Lübeck, mit und teilweise gegen pingelig pfeifende Schiedsrichter, bei denen man manchmal das Gefühl hatte, dass, weil von Emotionen nichts im Regelwerk steht, sie auch nicht zugelassen sind. Sieben 2-Minuten-Strafen für unsere Spielerinnen – plus eine für den Trainer – sprechen da eine deutliche Sprache. Dazu passt dann auch eine Rote Karte 1 Sekunde vor Spielende gegen eine Lübecker Spielerin, die angeblich eine klare Torgelegenheit regelwidrig verhindert hatte. Die Regelauslegung, die beim DHB zum Verhindern einer Torchance in den letzten 30 Sekunden zu lesen ist, lässt nach meiner Meinung auch eine andere Lösung zu. Hier ist eben auch mal Fingerspitzengefühl gefragt.

Nun ja, letztlich haben wir auch das überstanden und ein Spiel gewonnen, das unsererseits geprägt war von viel zu viel Angst, wieder einmal zu verlieren. Viel zu zaghaft wurde das Passspiel der Lübeckerinnen angegriffen. Wie viele Ballgewinne hätten wir erzielen können, wenn wir gezielter in die Ballwege gegangen wären. Wenn, wenn, wenn …

So aber blieb es ein knappes und umkämpftes Spiel, in dem die Gastgeberinnen zunächst immer wieder ihre Führung behaupten konnten und nicht mehr als Gleichstand zuließen. 3:1, 3:3, 6:3, 6:6, 9:9 hießen die Zwischenstationen zur Halbzeitführung des TuS (11:10).

Gleich zu Beginn des zweiten Abschnitts glichen wir dann wieder aus und gingen erstmalig in Führung, die wir bis Spielende behaupten konnten. Zwischenzeitlich gab es sogar mehrmals einen 3-Tore-Vorsprung, aber immer wieder unterliefen uns aus Unachtsamkeit Fehler, die den Gegner wieder heranbrachten.

Zwölf Minuten vor Spielende bekam Lea Wegat, die bis dahin unsere wichtigste Schützin war (besonders auch wegen der sicher verwandelten Siebenmeter), die dritte Zeitstrafe und musste auf die Tribüne, wobei mindestens eine Zeitstrafe ein Witz war. Lea fehlte natürlich sehr, weil damit unsere Wechselmöglichkeiten stark eingeschränkt waren.

Ganz zum Schluss wurde es dann noch wirklich spannend, als ein fragender Einwurf von der Bank zu einer Gelben Karte und damit Ballgewinn für Lübeck führte (57. Min.). Eine weitere Bemerkung in der 59. Minute brachte dann eine 2-Minuten-Strafe (wohlgemerkt, es war weder Pöbelei noch wilder Protest) beim Stande von 22:23. Zum Glück überstanden die Mädels aber auch diese Situation und konnten daher das Spielfeld als Siegerinnen verlassen.

Es ist zu hoffen, dass dieser Sieg Mut macht, sich in den kommenden Spielen mehr zuzutrauen.

Es spielten:
Mara Bork (Tor); Lea Cordes (4), Carina Dallmann (1), Laureen Huuck (1), Melina Huuck (4), Katharina Klatte, Vivien Klitsch (3), Svea Löding, Pia Möller, Lea Wegat (10), Kristina Glöye.

Bericht: Wolf-Dieter Goebel

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