Abschlussfahrt

Saisonabschlussfahrt der wJB
Donnerstag/Sonntag, 29. Mai – 1. Juni 2014

Auf Abschlusstour im Erzgebirge!

Am Donnerstag (29.05.) ging es endlich los. Noch etwas verschlafen, aber abfahrbereit machten wir uns pünktlich um 6.30 Uhr auf den Weg Richtung Aue in sächsische Erzgebirge. Unterwegs hatten wir sowohl auf der Hin- als auch auf der Rücktour einige kulturelle Stopps eingeplant.

Den ersten Halt machten wir in Magdeburg, dort besichtigten wir (von außen) den Magdeburger Dom. Der Dom gilt seit weit über 800 Jahren als Wahrzeichen der Stadt Magdeburg. In dieser Zeit wurden immer wieder Teile des Bauwerks durch Feuer und Kriege zerstört und wieder neu errichtet. Heute gilt der Magdeburger Dom als das älteste gotische Bauwerk Deutschlands. Danach ging es weiter, wir fuhren über Bernburg ins Saaletal und überquerten dort mit einer Seilzugfähre die Saale. Weiter ging es  durchs Saaletal vorbei an Wettin, von wo aus wir die Stammburg der Wettiner sehen konnten. Sie steht auf einem vorspringenden Felsbrocken, der sich majestätisch über die Stadt Wettin erhebt, und schon von weitem zu bewundern ist. Heute wurde auf dem Burggelände das Burg-Gymnasium eingerichtet, das mit seinem Fachzweig Kunst einzigartig in Deutschland ist. Für die Schülerinnen und Schüler wurde außerdem ein Internat eingerichtet.

Und weiter ging es über Merseburg und Halle nach Greiz und von dort „übers Land“ bis zur Gölztschaltalbrücke. Schon von weitem wurde man von diesem massiven Bauwerk in einen Bann gerissen und natürlich machen wir dort Halt, um es zu bestaunen. Und es lohnte sich, „was für ein gewaltiger Anblick“. Das Ziegelbauwerk ist 547m lang und 78 m hoch, mehr als 150 Jahre alt und gilt als das größte Ziegelbauwerk der Welt.

Von dort aus ging es dann auf direktem Wege nach Aue ins Erzgebirge. Unsere Unterkunft lag nicht weit von unserem Spielort entfernt in Schneeberg. Wir waren in einem Kinder- und Jugenderholungszentrum untergebracht und anders als erwartet hatten wir sogar Betten. 😉  Nachdem wir uns eingerichtet hatten, gingen wir Abendessen und fuhren dann wieder zurück in die Unterkunft. Dort verbrachten wir gemeinsam den Rest des Abends.

Freitag, 30. Mai

Am nächsten Tag standen die ersten Spiele an, der Spielplan wies 4 Begegnungen aus.:

TS Schenefeld – SG Nickelhütte/Aue     9:11
VfB Bischofswerda – TS Schenefeld      7:4
SSV Heidenau – TS Schenefeld             19:8
TS Schenefeld – Kobilysy Prag               7:15

Als kleines Highlight spielten wir gegen die tschechische Mannschaft Kobilysy Prag. Wir konnten zwar nicht gewinnen, haben aber alles in allem gar nicht so schlecht gespielt. Und es war eine gute Erfahrung.

Nach den Spielen ging es zum Mittagessen zu Mc Donalds 😀  und anschließend in die Unterkunft. Dort verbrachten wir den Rest des Tages. Ein Teil von uns lernte oder erledigte noch anstehende Hausaufgaben (denn am Montag mussten wir ja alle wieder zur Schule), der andere Teil erkundete die Gegend und den anliegenden See. Am Abend saßen wir alle gemütlich zusammen im Gemeinschaftsraum auf unserer Etage.

Samstag, 31. Mai

Heute hieß es Koffer packen. Wir räumten alles wieder ein, machten die Zimmerabgabe fertig und danach ging es zum Frühstück. Anschließend fuhren wir nach Beierfeld, wo wir unser letztes Spiel bestritten.

TS Schenefeld – HC TJ AS Mlada Bleslav  7:9

Im Anschluss an dieses Spiel fuhren wir zum Mittagessen in die Erzgebirgshalle, in der wir uns anschließend auch die Endspiele ansahen. In unserer Altersklasse spielten im Endspiel aus unserer Gruppe die Mannschaft der SSV Heidenau gegen die DHB-Auswahl Jg. 99 (Endstand: 11:16).

Nach den Endspielen machten wir uns auf den Weg in die Jugendherberge, in der wir heute übernachten sollten. Als wir ca. gegen 18.00 Uhr dort eintrafen, gab es erst einmal Abendessen. Und wieder einmal meinte es das Glück gut mit uns! Wir wohnten in einem kleinen Bungalow, der gerade frisch renoviert worden war. Denn Rest des Abends verbrachten wir mit einem Rundgang um den anliegenden See oder entspannt in unserem Bungalow.

Sonntag, 1. Juni

Heute sollte es wieder in Richtung Heimat gehen. Unterwegs machten wir „natürlich“ wieder Halt, um uns das eine oder andere anzusehen/zu besichtigen.
In Naumburg besuchten wir den Dom. Dieser stammt weitgehend aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts und ist eines der bedeutenden Bauwerke der Spätromanik. Es ist zudem eine Station an der „Straße der Romanik“. Der Naumburger Dom beherbergt die Uta, sie ist eine der Stifterfiguren des Domes und ein bedeutendes Kunstwerk, das durch die detaillierte Fertigung verblüffend echt wirkt.
Wenige Kilometer weiter reisten wir ca. 7000 Jahre zurück in die Vergangenheit. Zu dieser Zeit bauten die Menschen bei Goseck ein Sonnenobservatorium, das vergleichbar mit Stonehenge in England ist. Es ist einer der frühesten Belege für die systematische Himmelsbeobachtung. Die gesamte Anlage wurde 1991 aus der Luft entdeckt und besteht aus einem nahezu kreisförmigen Graben und zwei Palisadenringen mit drei eingefassten Toren nach Norden, Südosten und Südwesten. Wie wir fanden, eine wirklich beeindruckende Entdeckung. Zumal, wenn man bedenkt, dass sämtliche Berechnungen ohne die heute vorhandenen technischen Hilfsmittel durchgeführt wurden.
Unterwegs fuhren wir dann noch an der Arche Nebra vorbei, einem Museum zur Himmelsscheibe von Nebra. Aus Zeitgründen betrachteten wir dieses allerdings nur im Vorbeifahren. Aber so viel sei dazu gesagt, die Himmelscheibe wird auf ein Alter von ca. 3000 Jahren geschätzt und wurde zur Strukturierung des bäuerlichen Jahres geschaffen. Ebenfalls wie das Sonnenobservatorium beruht sie auf jahrzehntelanger präziser Himmelsbeobachtung. Außerdem lassen sich mit Hilfe der Himmelsscheibe Rückschlüsse auf das bronzezeitliche Weltbild schließen, wie wir später von Wölfi erfuhren.
Einen kurzen Stopp legten wir noch in Memleben ein, um uns die Kaiserpfalz (von außen) anzusehen. Diese war für die ostfränkischen Könige Heinrich I. und seinen Sohn Otto I. eine bedeutsame Stätte.

Weiter ging es, wir mussten uns ein bisschen beeilen, da wir um 13.00 Uhr eine Führung gebucht hatten. Was wir uns ansahen? Ein Bild, so Wölfis kurze Aussage dazu, aber was für eins? Wir ließen uns also überraschen. Auf dem Schlachtberg erreichten wir unser Ziel. Dort stand ein großes rundes Gebäude, das extra für dieses Bild erbaut wurde. Nachdem wir das letzte Stück zu Fuß gegangen waren, betraten wir jenes runde große Gebäude und steigen die Treppen hinauf. Wir gelangten in einen großen, ebenfalls runden und dunklen Raum. Uns erwartete ein(!) Bild, die gesamte Wandfläche war bedeckt von einem einzelnen Bild. Dieses Kunstwerk trägt den Titel „Frühbürgerliche Revolution in Deutschland“, hat eine Größe von 1722 m² und wurde vom Leipziger Künstler Werner Tübke zum Gedenken an den deutschen Bauernkrieg gemalt. Wir saßen mitten im Raum und folgten dem etwa 45 minütigen Vortrag. Danach hatten wir noch einen Augenblick Zeit, dieses Kunstwerk auf uns wirken zu lassen. Das Bild hat weder Anfang noch Ende und je länger man es betrachtet, desto mehr Details entdeckt man. Wir könnten jetzt versuchen, zu beschreiben, was man alles auf diesem Bild gesehen hat, aber es wäre zu umfangreich und es würde auch nicht dieselbe Wirkung entwickeln. Es hat sich auf jeden Fall gelohnt, diesen Abstecher zu machen.

Und das war es dann auch schon, denn eigentlich war das Bürgerkriegspanorama unsere letzte Station. Einen letzten Halt machten wir dann aber doch noch bei Mc Donalds, um uns für den letzten Rest der Strecke noch einmal zu stärken. Gegen 20.30 Uhr erreichten wir dann schließlich wieder Schenefeld.

Ich denke, ich spreche im Namen der ganzen Mannschaft, wenn ich an dieser Stelle nochmal ein GROßES Dankeschön an unseren Trainer Wölfi und an Rainer Loczenski richte, die uns diese Fahrt ermöglicht haben. Es war eine schöne Tour, die wieder viel zum Mannschaftszusammenhalt beigetragen hat.

Es spielten/waren unterwegs:
Mara Bork, Michelle Bork, Corinna Beselin, Laureen Huuck, Svea Löding, Jule Loczenski, Vivien Klitsch, Lea Cordes, Pia Möller.

Bericht: Michelle Bork

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