Handballer auf Reisen

Julecup 2014 in Ikast/DK
27. – 30. Dezember 2014

Es war mal wieder soweit: Die Weihnachtstage waren vorbei und der inzwischen ja fest eingeplante Termin für das Turnier in Ikast DK war endlich da. In altbewährter Form fuhr uns Ulli am 27. Dezember mit dem Bus zur Unterkunft nach Engesvang. Dieses Mal schlugen wir nur mit 3 männlichen Mannschaften (mJD, mJC und mJA) dort auf.    

Der Anreisetag
War die Unterkunft (Klassenraum) in den letzten Jahren gemessen an unserer Teilnehmerzahl doch so manches Mal recht beengt, so konnten wir in diesem Jahr fast von Luxus sprechen. Der Unterkunftsplan sah vor, dass wir allesamt in der „Gymnastikhalle“ unsere Schlafsäcke ausbreiten durften. Endlich mal ausreichend Platz für alle J. Für uns, der mJA, war es insofern noch glücklicher, da wir auch in der Sporthalle der Unterkunft unsere Gruppenspiele bestreiten konnten. Wir konnten also morgens länger liegenbleiben, die Tage recht gechillt beginnen und hatten auch nicht den morgendlichen Reisestress zu einem anderen Spielort. Nachdem am Nachmittag nach unserer Ankunft bereits die Sporthalle mit einem gemischten Fußballspiel aller Jungs eingeweiht wurde, zog am Abend nach dem Essen noch ein Großteil ins Schwimmbad nach Ikast weiter. So endete dann der Anreisetag.

Der erste Turniertag
Nun sollte es also endlich für alle losgehen. Unser Spielplan war auch recht entspannt, da sich für unsere Altersklasse ganze 5 Mannschaften angemeldet hatten. Folglich gab es auch nur eine Gruppe. Da wir erst recht spät ins Turnier starten sollten, konnten wir alle unsere Gegner im Vorwege bereits begutachten. Den Anfang sollten wir am Nachmittag gegen den altbekannten Gegner vom SV Blankenese aus Hamburg machen, der uns in den Jahren zuvor schon öfter begegnet war. Dieses Spiel gewannen wir mit einer sehr konzentrierten und starken Abwehr am Ende verdient mit 19:10. Ein gelungener Start, um ins Turnier zu kommen.
Im zweiten Spiel gegen den dänischen Vertreter vom Slagelse Handboldklub stand uns dann am Abend ein anderes Kaliber bevor. Auch dieses Spiel konnten wir knapp, aber wiederum verdient, mit 13:11 gewinnen. Hier war eine bärenstarke(!) Mannschaftsleistung der Schlüssel zum Erfolg. Der Gegner hatte uns in den 2 x 15 Min. Spielzeit alles abverlangt, umso größer war die Freude über den Sieg.
Ein erfolgreicher Tag endete dann am Abend mit dem Besuch des traditionellen „Länderspiels“ zwischen den Auswahlteams der dänischen und deutschen Teilnehmermannschaften.

Der zweite Turniertag
Nach dem positiven Auftakt vom Vortag wollten wir versuchen, dort anzuknüpfen, wo wir aufgehalten hatten. Um es vorweg zu nehmen: Dies sollte auch gelingen!
Im dritten Spiel trafen wir auf das Team vom Naestved/Herlufsholm Handbold. Ein sehr starker Gegner, der zuvor alle Spiele beeindruckend klar dominiert und gewonnen hatte. Die Stimmung war gut, alle waren hoch motiviert und super eingestellt für dieses Match. Eigentlich ging es für uns hier nur um die Tatsache, den vermeintlich klaren Favoriten so lange und so gut es geht zu ärgern, da uns allen war klar, relativ wenig gegen diesen Gegner bestellen zu können. Das Spiel lief dann aber ganz anders, als wir es selber — und der Gegner sehr wahrscheinlich auch — erwartet hatten. Die Jungs traten so selbstbewusst auf, dass sie den Dänen nicht nur alles abverlangten, da sie um jedes Tor bitterlich kämpfen mussten, sondern die Sensation nahezu greifbar war. Das frohe Lachen und Grinsen auf der Gegnerbank verstummte und wich einer leichten Aggression. Die Stimmung in der Halle wurde immer lauter, mit den Sympathien auf unserer Seite; ein klasse Spiel!! Lange Zeit führten wir, teilweise mit bis zu vier Toren. Leider leider brachten wir den Gegner mit leichten Fehlern und vielleicht auch etwas Übermut ab Mitte der zweiten Hälfte wieder zurück ins Spiel. Wir mussten nicht nur nach kurzer Zeit den Ausgleich hinnehmen, sondern gerieten auch in Rückstand. Am Ende konnten wir das Spiel leider nicht mehr drehen und verloren am Ende noch mit 20:16. Die Mannschaft ärgerte sich natürlich über diese Niederlage, konnte aber stolz auf die gezeigte Leistung sein.
Eine entsprechende Kampfansage wurde dann vor dem letzten Gruppenspiel gegen die HSG Winsen/Luhe ausgesprochen. Ebenfalls ein Gegner, den wir aus den letzten Jahren kannten. Das Spiel wollten wir auf jeden Fall jetzt noch gewinnen. Nach einem eher schwachen Beginn wusste sich die Truppe noch zu steigern und gewann das Spiel mit 14:11.
In der Summe bedeutete das, dass wir mit drei Siegen aus vier Spielen die Gruppe als Zweiter beendet hatten und somit direkt ins Endspiel einzogen.

Der Finaltag und gleichzeitig auch Abreisetag
Alle mussten zeitig aus den Schlafsäcken, Klamotten packen und im Bus verstauen sowie unsere Schlafhalle saubermachen; das Übliche halt. Nach Übergabe unserer Unterkunft ging es nach Ikast in die Halle, wo alle Finalspiele stattfanden. Eine lange Wartezeit stand bevor, hatten wir doch das letzte Spiel des Turniers um 16.00 Uhr. Eigentlich wollten wir alle um diese Zeit schon lange auf dem Heimweg sein. Insofern stellte sich schon die Frage nach der Sinnhaftigkeit für dieses Endspiel. Stand der Sieger doch für alle schon längst fest, weil wir erneut auf den Naestved/Herlufsholm Handbold trafen. Damit war es natürlich schwer, die gute Stimmung der Vortage wieder hochzufahren. Nachdem wir die Dänen im Gruppenspiel am Rande einer Niederlage hatten und deren Schwächen aufzeigen konnten, die uns aber wohl ihrerseits auch unterschätzt hatten, war uns allen jetzt natürlich klar, dass denen das kein zweites Mal passieren würde. So war es dann auch. Wir konnten hier am Ende keinerlei Paroli mehr bieten und verloren klar mit 21:7.
Dennoch gab es neben dem erreichten zweiten Platz noch ein weiteres Highlight. Trotz der klaren Niederlage wurde unser Keeper Christopher „Flash“ Gehrke als „Man of the Match“ ausgezeichnet! Hier bekam Christopher auch von den Gegnern anerkennenden Beifall, da er sich mit etlichen Glanzparaden wie tags zuvor auch schon im Gruppenspiel den Respekt erspielt und damit die Bestätigung für ein starkes Turnier bekommen hatte.

handball-ikast-2014

Zum Abschluss des erfolgreichen Turniers stand dann eine späte Rückfahrt an, wo die gesamte Zeit über eine ausgelassene Partystimmung herrschte. Jeder Einzelne war dann aber froh, als er wieder heimischen Boden unter den Füßen hatte.

Sicher gibt es immer noch mehr über so eine Fahrt zu erzählen oder zu berichten, als sich nur auf den sportlichen Aspekt zu beziehen. Diese Dinge und Momente, wie z. B. „Winsen/Luhe“ (jeder Beteiligte wird bei diesem Stichwort jetzt sicher grinsen), oder auch Klaus, der uns wieder mal so manche Stunde Schlaf gekostet hat JL, sind manchmal aber nur schwer mit Worten zu beschreiben. Was zählt ist das gemeinsame Erlebnis und die eventuelle Vorfreude auf das nächste Mal.

Danke möchte ich sagen an unsere ehemaligen Spieler Steffen (Physio) und Thore (Co-Trainer), die eigentlich nur als Touristen mitgefahren sind, aber nicht nur für noch mehr gute Stimmung gesorgt, sondern zusätzlich mich unterstützt haben. Ein Gruß geht an dieser Stelle an den Trainer Christian Lamade, der leider kurzfristig aus beruflichen Gründen bei diesem Turnier nicht dabei sein konnte. Schade, du hast was verpasst!

Da 2014 für die Mannschaft in dieser Zusammensetzung das letzte Mal „Julecup“ stattgefunden hat, geht mein Dank auch an die Mannschaft.
Jungs, es war immer eine Riesenfreude und ein großer Spaß, all die Jahre bei dieser Reise dabei zu sein, egal in welcher Funktion!!!

Bericht: Torben Schmidt

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